Hypnose - Wie funktioniert sie?
In der hypnotischen Trance ist der Klient besonders empfänglich für verbale Anweisungen oder Vorschläge und er erlangt einen direkten Zugang zu seinen Emotionen, weil die normalen kritischen Faktoren des Bewusstseins reduziert sind. Der Hypnotiseur nutzt dann genau diesen Zustand, um seine Klienten von ihren Problemen und inneren Lasten zu befreien, indem er diese auf der emotionalen Ebene mit ihnen aufarbeitet.
Es ist wichtig zu betonen, dass du in Hypnose nicht die Kontrolle verlierst und daher auch nicht gegen deinen Willen handeln wirst. Ganz im Gegenteil: Der direkte Zugriff auf deine eigenen Emotionen ermöglicht dir eine gesteigerte Kontrolle über deine Gefühle und gewährt dir weitreichende und aufschlussreiche Einblicke in innere Gemütszustände, die im Wachzustand von deinem Verstand blockiert werden würden und ihm somit für herkömmlich nicht zugänglich sind. Ebenso kann niemand gegen seinen Willen hypnotisiert werden. Denn Hypnose funktioniert nur, wenn der Klient bereit ist, sich auf den Prozess einzulassen.
Ursachenorientierte und Suggestionshypnose
Die Begriffe „ursachenorientierte Hypnose“ und "Suggestionshypnose" beziehen sich auf unterschiedliche Ansätze in der Hypnotherapie. Es ist essentiell die grundlegenden Unterschiede zwischen den beiden zu kennen, da sie den Behandlungserfolg maßgeblich beeinflussen.
Suggestionshypnose
In der Suggestionshypnose liegt der Schwerpunkt auf der Verwendung von Suggestionen, um das Verhalten, die Wahrnehmung oder die Gedankenmuster einer Person positiv zu beeinflussen. Der Fokus in der Behandlung liegt auf der direkten Beeinflussung des Verhaltens oder der Symptome durch positive Suggestionen. Es geht darum, die Art und Weise, wie eine Person denkt oder handelt, oberflächlich zu verändern. Kurzfristige Effekte der Suggestions-Hypnose können sich als sehr hilfreich erweisen, insbesondere wenn es darum geht, Symptome zu lindern oder akute Probleme anzugehen.
Ursachenorientierte Hypnose
Bei der ursachenorientierten Hypnose liegt der Schwerpunkt auf der Identifikation und Verarbeitung der zugrunde liegenden Ursachen für bestimmte Probleme oder Symptome. Therapeuten, die ursachenorientierte Hypnose anwenden, erkennen und behandeln, tieferliegende emotionale oder psychologische Ursachen von Problemen. Dies kann beispielsweise traumatische Erlebnisse, unbewusste Konflikte oder tiefsitzende Glaubenssätze umfassen. Das Ziel besteht darin, langfristige Veränderungen herbeizuführen, indem die Wurzeln der Probleme erfasst und bearbeitet werden.
Vergleich
Beide Ansätze können im Einzel wirksam und geeignet sein, und die Wahl zwischen ihnen hängt oft von den individuellen Bedürfnissen des Klienten und somit von den spezifischen Zielen der Therapie ab. Eine seriöse und wirksame Hypnotherapie sollte immer individuell an die Bedürfnissen des Klienten und der Art des zu behandelnden Problems angepasst sein. Häufig ist es für maximalen Erfolg in der Hypnose, erforderlich eine integrierte Herangehensweise zu verwenden, die sowohl Ursachenorientierung als auch Suggestionen einschließt. Dementsprechend empfehle ich dir bei der Auswahl deines Hypnose-Therapeuten dessen Ausbildung und Methoden zu berücksichtigen und zu hinterfragen.
Therapie vs. Coaching
Der Hauptunterschied zwischen einem Hypnose-Coaching und einer Hypnosetherapie liegt im Fokus und in den Zielen der Arbeit. Der Hypnose-Coach hat keine therapeutische Ausbildung. Er darf keine Diagnosen stellen und keine Störungsbilder nach dem ICD behandeln. Hierzu zählen zum Beispiel bereits Ängste. Deshalb konzentriert er sich in erster Linie darauf, Menschen dabei zu unterstützen, konkrete Ziele zu erreichen, persönliche Leistung zu steigern und sich persönlich weiterzuentwickeln. Hypnosecoaches arbeiten in der Regel mit Klienten zusammen, um Hindernisse zu identifizieren, die ihre Ziele behindern, und verwendet Hypnose als Werkzeug, um diese Hindernisse zu überwinden und positive Veränderungen herbeizuführen. Der Fokus eines Hypnosecoachs liegt somit auf der Förderung von Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen und Selbstentwicklung in verschiedenen Lebensbereichen wie Karriere, Sport, Gewichtsmanagement oder persönlicher Entwicklung.
Ein Hypnosetherapeut hingegen ist darauf spezialisiert, Menschen bei der Bewältigung von psychischen Problemen, emotionalen Herausforderungen oder Verhaltensmustern zu helfen, die ihre Lebensqualität beeinträchtigen und diese davon zu befreien und zu heilen. Der Hypnosetherapeut verwendet therapeutische Techniken und Modelle, um tieferliegende Ursachen von Problemen zu erkunden und positive Veränderungen herbeizuführen. Sein Schwerpunkt liegt auf der Lösung von Problemen und der Förderung von Heilung und Wohlbefinden.
Fazit
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein Hypnosecoach darauf spezialisiert ist, Menschen dabei zu helfen, ihre Ziele zu erreichen und sich persönlich weiterzuentwickeln, während ein Hypnosetherapeut sich darauf konzentriert, psychische Probleme zu behandeln und emotionale Herausforderungen zu bewältigen, um Heilung und Wohlbefinden zu fördern. Beide Ansätze können wirksam sein, um positive Veränderungen in verschiedenen Lebensbereichen zu fördern, und die Wahl zwischen den beiden hängt oft von den individuellen Bedürfnissen und Zielen des Klienten ab.
Wichtiger Hinweis!
Ich möchte dir noch den Hinweis geben, dass die Grenzen zwischen reiner Veränderungsarbeit und einer erforderlichen therapeutischen Interventionen häufig schwammig sind oder sich nicht selten erst während der Behandlung zeigen. Aus diesem Grund empfehle ich dir bei der Auswahl deines Hypnotiseurs darauf zu achten, dass dieser eine therapeutische Ausbildung (z. B. Heilpraktiker für Psychotherapie) nachweisen kann. Ein Coach ist kein Therapeut und darf keine klinische Krankheitsbilder behandeln!

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