Was ist Hypnose überhaupt?
Sicher fragst du dich - was ist Hypnose überhaupt? Hypnose ist ein veränderter Bewusstseinszustand, der durch tiefe Entspannung, erhöhte Aufmerksamkeit und eine erhöhte Empfänglichkeit für Suggestionen gekennzeichnet ist. Hypnose wird daher oft als eine Art Trance bzw. tranceähnlicher Zustand beschrieben. Das bedeutet, dass sich der Klient während der Hypnose weder im Schlaf- noch im Wachmodus, sondern je nach Tiefe der Hypnose, an einem bestimmten Punkt dazwischen, befindet.
„Hypnose ist die Umgehung des kritischen Faktors des Bewusstseins und die Etablierung von geeignetem, selektiven Denken.“
(Gerald F. Klein)
Voraussetzungen für eine erfolgreiche Hypnosetherapie
Für eine erfolgreiche Hypnotherapie muss der Klient offen für die Hypnose sein und bereit, sich auf den Prozess einzulassen. Eine positive Einstellung und Kooperationsbereitschaft sind entscheidend. Er muss sich zwingend freiwillig für die Hypnosetherapie entscheiden. Denn nur wenn er aus eigenem Antrieb zur Hypnosetherapie kommt, verfügt er auch über die erforderliche Motivation zur Veränderung. Weiterhin ist ein gesundes Vertrauensverhältnis zwischen Klient und Therapeut entscheidend für den Erfolg der Hypnotherapie. Der Klient sollte sich wohl und sicher fühlen, offen über seine Themen und Probleme zu sprechen. Eine klare und offene Kommunikation zwischen Klient und Therapeut ist dabei wichtig. Deshalb sollte der Klient auch stets seine Bedenken, Erwartungen und Feedback mit dem Therapeuten teilen.
Ein guter Therapeut definiert mit dir klare Ziele für die Hypnotherapie, denn das erzeugt ein gemeinsames Verständnis davon, was erreicht werden soll. Je mehr sich der Klient aktiv am Therapieprozess beteiligt und die empfohlenen Übungen oder Techniken außerhalb der Sitzungen umsetzt, desto höher sind die Chancen, dass du deine Ziele mit Hypnose erreichst. Natürlich ist auch ein erfahrener und qualifizierter Hypnotiseur entscheidend. Der Hypnotiseur sollte über eine angemessene, fundierte Ausbildung, Zertifizierungen und Erfahrung in der Hypnotherapie verfügen. Idealerweise verfügt er auch über eine Heilerlaubnis und ist damit über reine Veränderungsarbeit hinaus bei Bedarf auch berechtigt, therapeutisch tätig zu werden.
Eine gründliche Anamnese hilft dem Therapeuten, die spezifischen Bedürfnisse und Hintergründe des Klienten zu verstehen. Ein Verständnis der zugrunde liegenden Ursachen von Problemen ist essentiell für den Erfolg deiner Hypnosetherapie. Gleichermaßen solltest du auch realistische Erwartungen an die Hypnotherapie haben. Es kann durchaus mehrere Sitzungen erfordern, um gewünschte Ergebnisse zu erzielen. Auch nach der Hypnotherapie ist es wichtig, die Fortschritte zu integrieren und die erworbenen Fähigkeiten im Alltag anzuwenden.


Was ist der Unterschied zu Hypnoanalyse?
Die Hypnoanalyse ist eine spezialisierte Form der Hypnotherapie, die darauf abzielt, verborgene oder unterdrückte Erinnerungen, Emotionen oder Überzeugungen aufzudecken, die möglicherweise zu psychischen Problemen geführt haben und beitragen. Im Gegensatz zu anderen Formen der Hypnose, die sich auf die Behandlung von Symptomen konzentrieren, richtet sich die Hypnoanalyse auf die Identifizierung und Lösung tieferliegender Ursachen von Problemen.
Während einer Hypnoanalyse-Sitzung führt der Therapeut den Klienten in einen hypnotischen Zustand, der es ihm ermöglicht, auf das Unterbewusstsein zuzugreifen und verborgene oder unterdrückte Informationen ans Licht zu bringen. Der Klient kann sich in diesem Zustand besser an vergangene Ereignisse erinnern oder in bestimmte Situationen zurückversetzt werden, um verborgene Emotionen oder Überzeugungen zu erkunden.
Die Hypnoanalyse setzt, wie andere Formen der Hypnotherapie auch, die Zusammenarbeit und Offenheit zwischen dem Klienten und dem Therapeuten voraus. Der Therapeut unterstützt den Klienten dabei, verborgene oder unterdrückte Inhalte sicher zu erkunden und positive Veränderungen herbeizuführen, um Heilung und Wohlbefinden zu fördern.
Durch die Arbeit in der Hypnoanalyse können tiefer liegende Ursachen von Problemen identifiziert und bearbeitet werden, was zu langfristigen und insbesondere nachhaltigen Veränderungen und emotionaler Heilung führen kann. Diese Form der Therapie kann besonders nützlich sein, um traumatische Erlebnisse zu verarbeiten, ungesunde Verhaltensmuster zu überwinden oder tiefsitzende Ängste oder Blockaden zu lösen.
Mythen und Vorurteile
Hypnose ist nichts Mystisches oder Okkultes! Die Hypnose ist mittlerweile voll und ganz akzeptiert.
In vielen Ländern, wie den USA und England ist die Hypnose bereits seit Jahrzehnten ein anerkanntes Verfahren um Menschen zu helfen. Die Hypnose ist aber oft ein missverstandenes, obgleich faszinierendes Thema, das nach wie vor von vielen Mythen und Vorurteilen umgeben ist. Diese falschen Vorstellungen halten Menschen dann davon ab, die vielen Vorteile und den potentiellen Nutzen der Hypnose für sie selbst zu nutzen.
Vollständiger Kontrollverlust?
Ein weit verbreiteter Mythos ist, dass Hypnose dazu führen kann, dass Menschen die Kontrolle über ihr Verhalten verlieren und gegen ihren Willen handeln. In Wirklichkeit behalten Menschen während der Hypnose die volle Kontrolle über ihre Handlungen und können nicht gegen ihren Willen beeinflusst werden - ganz im Gegenteil: Streng genommen haben sie sogar viel mehr Kontrolle und Einfluss auf ihr Empfinden, da sie direkten Zugang zu ihrem Unterbewusstsein erlangen.
Gemeine Manipulation?
Auch besteht die falsche Vorstellung, dass Hypnose eine Form der Manipulation ist, bei der der Hypnotiseur die Gedanken und Handlungen des Klienten kontrolliert. Tatsächlich basiert Hypnose auf Zusammenarbeit und Zustimmung zwischen dem Klienten und dem Therapeuten.
Hypnose ist wie ein Küchenmesser!
Ich vergleiche die Hypnose gerne mit einem scharfen Küchenmesser. Dieses ist in den Geschäften frei verkäuflich und in jedem Haushalt unverzichtbar. Sicherlich könnte man damit allerdings auch viel Schaden und Leid anrichten. Genauso verhält es sich auch mit der Hypnose - es ist zwingend erforderlich, dass mit diesem so vollumfänglichen, mächtigen Werkzeug verantwortlich umgegangen wird. Dementsprechend wiederhole ich mich, wenn ich dir ans Herz lege dir einen gut ausgebildeten, professionellen und erfahrenen Therapeuten zu suchen.
Bewusstlosigkeit oder Koma?
Ein weiterer Mythos ist, dass Menschen in Hypnose einen tranceähnlichen Zustand erleben, in dem sie völlig bewegungsunfähig oder bewusstlos sind. In Wirklichkeit ist Hypnose ein natürlicher Zustand der vertieften Entspannung, in dem Menschen wach und aufmerksam bleiben können.
Geheimnisse ausplaudern?
Es wird darüber hinaus oft angenommen, dass Hypnose verwendet werden kann, um Menschen dazu zu bringen, die Wahrheit zu sagen oder sich an vergessene Erinnerungen zu erinnern. Obwohl Hypnose in einigen Fällen dazu beitragen kann, den Zugang zu Erinnerungen zu erleichtern, ist sie keine zuverlässige Methode zur Wahrheitsfindung und kann falsche Erinnerungen hervorrufen. Du wirst außerdem in der Hypnose nichts von dir oder deinem Wissen preisgeben, was du nicht auch im normalen Wachzustand mitteilen würdest. Das heißt konkret du verrätst mir keine Geheimnisse.
Fazit
Für dich ist wichtig, dass du dich mit Zweifeln, Ängsten und eben auch Mythen und Vorurteilen auseinandersetzt und verstehst, dass Hypnose eine wissenschaftlich fundierte Praxis ist, die als alleinige Methode oder als wirksame Ergänzung zu einer Vielzahl von Therapieansätzen dienen kann. Nur durch Bildung und Aufklärung können Menschen die wahren Potenziale der Hypnose erkennen und von ihren vielfältigen Vorteilen profitieren.

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